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WIKI · 41 BEGRIFFE

Options-WikiDie wichtigsten Begriffe, einfach erklärt.

Was bedeutet IV Rank? Wo gehört der Stop-Loss hin? Hier findest du jede Kennzahl, die der Options Trader Pro Screener nutzt, und die wichtigsten Grundlagen für Aktien-Trader: was sie bedeuten und wie du sie einsetzt.

WARUM EIN SCORE?

Ein Indikator kann sich irren. Sechs gleichzeitig seltener.

Ein einzelner Indikator ist leicht zu lesen und leicht zu täuschen. Der RSI meldet „überverkauft“ mitten im Absturz, ein perfekter Trend läuft direkt in die Quartalszahlen, ein günstiger Chart kommt mit einer Ermittlung in den Schlagzeilen. Erfahrene Trader prüfen deshalb vieles, bevor sie eine Option kaufen. Der Score macht genau diese Prüfung, für jede Aktie und jedes Mal gleich.

TrendMomentumTrendstärkeVolatilitätTermineNews

01Viele Signale, eine Antwort

Trend, Momentum, Trendstärke, Volatilität, Termine und News werden zusammengeführt. Jeder Baustein kann Punkte bringen, kosten oder den Score deckeln.

02Immer dieselben Regeln

Keine Laune, kein FOMO: Eine 4 am Montag bedeutet dasselbe wie eine 4 am Freitag. Das macht deine Entscheidungen vergleichbar, auch im Rückblick.

03Vergleichbar über 120+ Werte

Statt 120 Charts zu öffnen, beginnst du mit den wenigen Setups, bei denen die meisten Faktoren zusammenpassen.

04Nachvollziehbar statt Black Box

Zu jedem Score stehen die Gründe: „EMA bullish“, „IV cheap“, „⚠ Earnings in 9d“. Du kannst jeden Punkt prüfen und anderer Meinung sein.

05Deckel schützen

Manche Risiken lassen sich nicht wegrechnen: Kritische News deckeln bei 2, teure IV deckelt Long-Optionen bei 3, Earnings im Haltefenster verhindern Kurzfrist-Trades.

So liest du den Score

5A+Alle wichtigen Faktoren passen, kein Warnsignal.
4AStarkes Setup mit kleinen Abstrichen.
3BBrauchbar, aber mit klaren Nachteilen. Selbst genau prüfen.
1–2CKein klares Setup oder ein hartes Warnsignal → ABWARTEN.

Was der Score nicht ist

Keine Gewinnwahrscheinlichkeit und keine Garantie. Ein hoher Score heißt: Die Bedingungen, nach denen die Regeln suchen, liegen gerade vor. Der Markt kann trotzdem anders laufen. Positionsgröße, Stopp und die Entscheidung bleiben bei dir.

Score & Signale

Score (1–5)#

Safety, Qualität A+ bis C

Die Gesamtbewertung eines Setups: Wie viele der Regeln, auf die es beim Kauf einer Option ankommt, sind gerade erfüllt? Und gibt es Warnsignale, die dagegen sprechen? 5 heißt: alle wichtigen Faktoren zeigen in dieselbe Richtung, nichts warnt. 1–2 heißt: kein klares Setup oder ein hartes Warnsignal.

Im ScreenerWird für jede Aktie und jeden Horizont (Swing und Kurzfrist) getrennt berechnet und mit Note angezeigt: 5 = A+, 4 = A, 3 = B, 1–2 = C. Neben dem Score stehen immer die Gründe, z. B. „EMA bullish“, „IV cheap“ oder „⚠ Earnings in 9d“.
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LONG CALL · LONG PUT · ABWARTEN#

Signal, Richtung, Beispiel-Setup

Die Richtung des regelbasierten Beispiel-Setups. LONG CALL setzt auf steigende Kurse, LONG PUT auf fallende. ABWARTEN (WAIT) heißt: Die Lage ist unklar oder ein Risiko überwiegt. Kein Trade ist auch eine Entscheidung.

Im ScreenerDie Beispiel-Setups des Screeners sind immer gekaufte Calls oder Puts, nie verkaufte Optionen. Damit ist das Risiko auf die bezahlte Prämie begrenzt. Ein ABWARTEN-Signal hat höchstens Score 2.
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Swing vs. Kurzfrist#

Horizont, Haltedauer

Wie lange du eine Position halten willst, verändert, welche Signale zählen. Ein Swing-Trade braucht einen etablierten Trend, ein kurzer Trade vor allem Schwung.

Im ScreenerSwing: Haltedauer ca. 10–20 Handelstage, Laufzeit 30–45 Tage, Strike am Geld. Kurzfrist: Haltedauer 1–5 Handelstage, Verfall am nächsten Freitag mit mindestens 14 Tagen Restlaufzeit (14–18 DTE), Strike leicht im Geld. Kurzfrist gewichtet Momentum und Volumen stärker und ignoriert den langfristigen EMA200-Filter. Du schaltest in der App mit einem Klick um.
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Ziel & Stopp#

Take Profit, Stop-Loss, Exit

Vor dem Einstieg festzulegen, wann du Gewinne mitnimmst und wann du aussteigst, ist der wichtigste Schutz vor Bauchentscheidungen mitten im Trade.

Im ScreenerFür die Aktie ist das Ziel der erwartete Move im Haltefenster (siehe Expected Move). Für die Option: Gewinnmitnahme bei +50 % auf die bezahlte Prämie (Swing) bzw. +35 % (Kurzfrist), Stopp bei −50 % des Optionspreises, also ein Teilverlust statt Totalverlust.
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Fade (Gegenbewegung)#

Mean Reversion, Erschöpfung

Ein Trade gegen eine überdehnte Bewegung: Der Kurs ist zu weit, zu schnell gelaufen und zeigt erste Zeichen der Erschöpfung. Gegen den Trend zu handeln ist riskanter als mit ihm.

Im ScreenerNur im Kurzfrist-Horizont und nur, wenn drei Dinge zusammenkommen: RSI im Extrem, Kurs außerhalb des Bollinger-Bands und das Momentum dreht bereits (MACD-Histogramm). Startwert Score 3; Volumen und eine passende RSI-Divergenz können ihn erhöhen, bei sehr starkem Trend (ADX ≥ 35) gibt es einen Punkt Abzug. Enger Stopp, max. 5 Handelstage.
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Post-Schock-Reversal#

Gap, Absturz, Kurssprung

Nach einem einzelnen Extremtag, etwa einem Absturz nach einer Meldung, kommt es oft zu einer Gegenbewegung. Am Schocktag selbst einzusteigen heißt aber, ins fallende Messer zu greifen.

Im ScreenerErkannt werden Tage mit ≥ 5 % Bewegung bzw. ≥ 2,5 × ATR. Ein Signal gibt es frühestens 1–3 Tage danach und nur mit Bestätigung (Schluss über dem Vortageshoch bzw. unter dem Vortagestief). Laufzeit 10–15 Tage, Strike ca. 2 % im Geld, Score höchstens 3. Lag der Schock direkt nach Earnings, wird auf 2 gedeckelt (siehe PEAD).
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Trend & Momentum

EMA (20 / 50 / 200)#

Exponentieller gleitender Durchschnitt, EMA-Trend

Ein gleitender Durchschnitt, der neuere Kurse stärker gewichtet. Liegt der Kurs über der EMA20 und diese über der EMA50, ist der kurzfristige Trend aufwärts gerichtet (EMA-Stack), umgekehrt abwärts. Die EMA200 zeigt die langfristige Lage.

Im ScreenerDer EMA-Stack ist die Basis jedes Trend-Signals. Im Swing-Horizont kostet ein Call unter der EMA200 bzw. ein Put über der EMA200 einen Punkt.
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MACD (12 / 26 / 9)#

MACD-Histogramm, Momentum

Die Differenz zweier EMAs (12 und 26 Tage) und deren Signallinie (9 Tage). Liegt der MACD über der Signallinie, gewinnt die Aufwärtsbewegung an Schwung. Das Histogramm zeigt, ob dieser Schwung wächst oder nachlässt.

Im ScreenerBestätigt die Trendrichtung. Steigt das Histogramm drei Tage in Folge, gibt es einen Bonus; läuft es gegen das Signal, einen Abzug (im Kurzfrist-Horizont zwei Punkte). Widersprechen sich MACD und EMA, wird abgewartet oder abgezogen.
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ADX (14)#

Average Directional Index, Trendstärke

Misst, wie stark ein Trend ist, nicht in welche Richtung. Unter 20 gilt ein Markt als richtungslos, ab 25 als klar trendend.

Im ScreenerEin Tor für Richtungs-Trades: Unter ADX 20 (Kurzfrist: 14) gibt es kein Swing-Signal, auch wenn EMA und MACD passen. Ab 25 zählt der Trend als Pluspunkt.
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RSI (14)#

Relative-Stärke-Index, überkauft, überverkauft

Vergleicht die Stärke der Auf- und Abwärtstage auf einer Skala von 0 bis 100. Klassisch gelten Werte über 70 als überkauft, unter 30 als überverkauft. In starken Trends kann der RSI aber lange im Extrem bleiben.

Im ScreenerGrenzen bei 72 (überkauft) und 28 (überverkauft). Einen Call in einen überkauften Markt zu kaufen kostet zwei Punkte, denn das Setup wirkt dann oft besser, als es ist.
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RSI-Divergenz#

bärische / bullische Divergenz

Der Kurs macht ein neues Hoch, der RSI aber nicht: Der Anstieg verliert innerlich an Kraft (bärische Divergenz). Spiegelbildlich bei Tiefs (bullische Divergenz). Oft ein frühes Warnzeichen.

Im ScreenerLäuft die Divergenz gegen das Signal, kostet sie zwei Punkte. Bei Fade- und Reversal-Signalen bestätigt eine gleichgerichtete Divergenz die Umkehr und gibt einen Punkt.
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Bollinger-Bänder (20, 2σ)#

Bollinger Bands

Ein Band zwei Standardabweichungen um den 20-Tage-Durchschnitt. Ein Schluss außerhalb des Bands zeigt, dass der Kurs statistisch überdehnt ist.

Im ScreenerEin Call über dem oberen bzw. ein Put unter dem unteren Band kostet einen Punkt. Für Fade-Signale ist die Überdehnung eine Voraussetzung.
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Volumen-Verhältnis#

relatives Volumen

Das Volumen des letzten abgeschlossenen Handelstags im Vergleich zum Durchschnitt der 20 Tage davor. Hohes Volumen zeigt, dass eine Bewegung von vielen Marktteilnehmern getragen wird.

Im ScreenerÜber 1,5 × in Signalrichtung gibt einen Punkt Bonus, deutlich unterdurchschnittliches Volumen einen Punkt Abzug. Es zählt bewusst die letzte abgeschlossene Kerze, denn ein halber Handelstag würde das Verhältnis künstlich drücken.
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ATR (14)#

Average True Range

Die durchschnittliche tägliche Schwankungsbreite einer Aktie in Dollar. Zeigt, was für diesen Wert ein „normaler“ Tag ist.

Im ScreenerDient zur Erkennung von Schocktagen: Ein Tag zählt als Extremtag, wenn er mindestens 5 % oder das 2,5-Fache der ATR bewegt.
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Aktien-Trading

Trend erkennen#

Aufwärtstrend, Abwärtstrend, höhere Hochs

Ein Aufwärtstrend besteht aus höheren Hochs und höheren Tiefs, ein Abwärtstrend aus tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Dazwischen liegt die Seitwärtsphase, in der sich Hochs und Tiefs nicht klar verschieben.

Im ScreenerDer Screener fasst den Trend als ▲ UP, ▼ DN oder → FL (seitwärts) zusammen, abgeleitet aus der EMA-Reihenfolge, dazu die Trendstärke über den ADX: ab 25 gilt ein Trend als klar.
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Unterstützung & Widerstand#

Support, Resistance, Chartmarken

Unterstützung ist ein Kursbereich, in dem Käufer zuletzt stark genug waren, einen Rückgang zu stoppen. Widerstand ist ein Bereich, an dem Verkäufer einen Anstieg gestoppt haben. Je öfter eine Marke hält, desto mehr beachten sie Marktteilnehmer.

Im ScreenerDer Screener berechnet Unterstützung und Widerstand als Tief und Hoch der letzten 50 Handelstage und nutzt sie in seiner Analyse.
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Golden Cross & Death Cross#

EMA 50 / 200, Kreuzung

Ein Golden Cross entsteht, wenn der 50-Tage-Durchschnitt den 200-Tage-Durchschnitt von unten kreuzt, ein Death Cross, wenn er ihn von oben kreuzt. Beide zeigen einen Wechsel im mittelfristigen Trend, allerdings mit deutlicher Verzögerung.

Im ScreenerDer Screener wartet nicht auf die Kreuzung selbst. Er prüft täglich die Reihenfolge von Kurs, EMA20 und EMA50 und die Lage zum EMA200; im Swing-Horizont kostet ein Call unter dem EMA200 einen Punkt.
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Ausbruch & Rücksetzer#

Breakout, Pullback, Retest

Ein Ausbruch ist ein Schlusskurs über einem Widerstand oder unter einer Unterstützung, idealerweise mit erhöhtem Volumen. Ein Rücksetzer ist die Rückkehr des Kurses an die durchbrochene Marke, die dann oft die Rolle wechselt: Aus Widerstand wird Unterstützung.

Im ScreenerTrend-Setups im Screener folgen der Trendrichtung. Fade-Setups handeln eine Dehnung über die Bollinger-Bänder hinaus zurück Richtung Durchschnitt, Reversal-Setups die Gegenbewegung nach einem Schocktag.
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Kurslücke (Gap)#

Gap up, Gap down, Eröffnungslücke

Eine Kurslücke entsteht, wenn eine Aktie deutlich über dem Hoch oder unter dem Tief des Vortags eröffnet, meist nach Nachrichten außerhalb der Handelszeit wie Quartalszahlen. Im Chart bleibt zwischen den beiden Tagen ein leerer Bereich.

Im ScreenerEin Tag mit mindestens 5 % oder dem 2,5-Fachen der ATR gilt als Schocktag. Liegt er an den Quartalszahlen, wertet der Screener ihn als fundamentale Neubewertung und begrenzt Reversal-Signale auf Score 2.
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Stop-Loss#

Stopp, ATR-Stopp, Trailing Stop

Ein Stop-Loss legt vorab fest, bei welchem Kurs eine Position geschlossen wird, wenn der Trade nicht aufgeht. Er begrenzt den Verlust und nimmt die Entscheidung aus dem Moment, in dem Emotionen am stärksten sind.

Im ScreenerFür Optionen nutzt der Screener einen Stopp auf die Prämie (−50 %) und einen Zeitausstieg bei 7 DTE. Bei Reversal-Setups markiert das Tief des Schocktags die Marke, unter der das Setup ungültig wird.
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Chance-Risiko-Verhältnis (CRV)#

Risk-Reward, Chance/Risiko

Das CRV vergleicht den möglichen Gewinn bis zum Kursziel mit dem möglichen Verlust bis zum Stopp. Ein CRV von 3 heißt: Für jeden riskierten Euro sind drei Euro Gewinn möglich.

Im ScreenerFür Options-Setups setzt der Screener Ziel und Stopp als feste Prozentwerte der Prämie, zum Beispiel +50 % und −50 %. Auf die Prämie bezogen liegt das Verhältnis damit bei etwa 1 zu 1, dazu kommt der Zeitausstieg.
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Positionsgröße#

Positionsgrößenbestimmung, 1-%-Regel

Die Positionsgröße legt fest, wie viele Aktien oder Kontrakte du kaufst. Üblich ist, sie aus dem Risiko abzuleiten: Wie viel des Kontos darf verloren gehen, wenn der Stopp greift?

Im ScreenerDer Screener bestimmt keine Positionsgröße; er zeigt ein Beispiel-Setup pro Wert. Wie viel du einsetzt, entscheidest du selbst, auch deshalb sind die Setups keine Empfehlungen.
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Volatilität

Implizite Volatilität (IV)#

IV

Die Schwankung, die der Markt für die Zukunft erwartet, abgelesen an den Optionspreisen und auf ein Jahr hochgerechnet. Hohe IV heißt: Optionen sind teuer, weil große Bewegungen eingepreist sind.

Im ScreenerGrundlage für die Prämienschätzung und den Expected Move. Liefert die Datenquelle keine IV, nutzt der Screener die historische Volatilität und kennzeichnet das mit „~ IV from HV20“.
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Historische Volatilität (HV20)#

realisierte Volatilität

Wie stark der Kurs in den letzten 20 Handelstagen tatsächlich geschwankt hat, auf ein Jahr hochgerechnet. Das ist der Blick zurück, die IV ist der Blick nach vorn.

Im ScreenerVergleichsmaßstab für die IV (siehe IV/HV) und Ersatzwert, wenn keine IV verfügbar ist.
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IV Rank (IVR)#

IV-Rang

Zeigt, wo die heutige IV zwischen ihrem Tief (0) und Hoch (100) des letzten Jahres liegt. Ein IVR von 20 heißt: Optionen sind für diese Aktie gerade eher günstig, unabhängig davon, ob 30 % IV absolut viel oder wenig sind.

Im ScreenerUnter 35 gilt IV als günstig, das ist gut für Käufer. Über 50 ist sie teuer: Long-Optionen bekommen dann höchstens Score 3, weil man Aufschlag zahlt und ein IV-Crush droht. Der Screener baut die IV-Historie ab dem ersten Start auf deinem Rechner auf (ein Wert pro Tag); bis 10 Tage vorliegen, steht „IVR building“ und der IVR fließt noch nicht ein.
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IV-Perzentil (IV %)#

IVP

Der Anteil der Tage im letzten Jahr, an denen die IV niedriger war als heute. Robuster als der IV Rank, wenn es einzelne Ausreißer-Tage gab.

Im ScreenerWird neben dem IV Rank angezeigt, damit du einschätzen kannst, ob ein hoher IVR nur von einem einzigen Ausreißer kommt.
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VRP · IV/HV-Verhältnis#

Volatilitäts-Risikoprämie

Das Verhältnis von erwarteter (IV) zu tatsächlicher Schwankung (HV). Über 1 preisen die Optionen mehr Bewegung ein, als zuletzt stattgefunden hat. Käufer zahlen dann eine Prämie für Unsicherheit.

Im ScreenerWird im Volatilitäts-Baustein angezeigt. Nach einem Schocktag ist ein IV/HV über 1,3 ein Abzug: Dann ist noch Panik-Aufschlag eingepreist.
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IV-Crush#

Volatilitäts-Einbruch

Der schnelle Rückgang der IV nach einem erwarteten Ereignis, typisch direkt nach Earnings. Eine gekaufte Option kann dabei an Wert verlieren, obwohl der Kurs in die richtige Richtung läuft.

Im ScreenerDer Hauptgrund, warum Earnings im Haltefenster Punkte kosten oder einen Kurzfrist-Trade ganz verhindern, und warum teure IV den Score bei 3 deckelt.
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Expected Move#

erwartete Bewegung, 1σ-Bewegung

Die Bewegung, die der Optionsmarkt für einen Zeitraum einpreist: Kurs × IV × √(Tage / 252). Beispiel: Aktie bei 200 $, IV 30 %, 25 Handelstage → etwa ± 19 $.

Im ScreenerBestimmt das Kursziel der Aktie im jeweiligen Haltefenster und hilft, Strikes einzuordnen.
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Options-Grundlagen

Call & Put#

Kaufoption, Verkaufsoption

Ein Call gibt das Recht, 100 Aktien bis zum Verfall zum Strike zu kaufen. Er gewinnt, wenn der Kurs steigt. Ein Put gibt das Recht zu verkaufen. Er gewinnt, wenn der Kurs fällt. Als Käufer kannst du maximal die bezahlte Prämie verlieren.

Im ScreenerDie Beispiel-Setups des Screeners sind ausschließlich gekaufte Calls (LONG CALL) und gekaufte Puts (LONG PUT).
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Strike · ATM / ITM / OTM#

Basispreis, am / im / aus dem Geld

Der Preis, zu dem die Option ausgeübt werden kann. Am Geld (ATM): Strike ≈ Kurs. Im Geld (ITM): Die Option hat schon inneren Wert. Aus dem Geld (OTM): billiger, braucht aber eine größere Bewegung.

Im ScreenerSwing: am Geld (Delta ca. 0,5). Kurzfrist: leicht im Geld (Delta ca. 0,6), damit die kurze Bewegung stärker durchschlägt. Reversal: ca. 2 % im Geld (weniger Zeitwert, weniger IV-Risiko).
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Delta#

Δ

Um wie viel sich der Optionspreis ändert, wenn die Aktie um 1 $ steigt. Ein Call mit Delta 0,5 gewinnt ca. 0,50 $ je Aktie, also 50 $ je Kontrakt. Grob auch ein Maß dafür, wie wahrscheinlich die Option im Geld endet.

Im ScreenerSteuert die Strike-Wahl je Horizont (siehe Strike).
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Theta#

Zeitwertverfall, Θ

Wie viel Wert eine Option pro Tag allein durch Zeitablauf verliert. Der Verfall beschleunigt sich in den letzten Wochen vor dem Verfallstag stark.

Im ScreenerDeshalb wählt der Screener nie extrem kurze Laufzeiten: Auch Kurzfrist-Trades bekommen mindestens 14 Tage Restlaufzeit, damit beim Ausstieg noch genug Zeitwert übrig ist.
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Vega#

IV-Sensitivität

Um wie viel sich der Optionspreis ändert, wenn die IV um einen Prozentpunkt steigt oder fällt. Längere Laufzeiten haben mehr Vega.

Im ScreenerErklärt, warum ein IV-Crush gekauften Optionen schadet und warum teure IV den Score begrenzt.
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DTE · Laufzeit#

Days to Expiration, Verfall

Die Tage bis zum Verfall der Option. Mehr Laufzeit kostet mehr, gibt der These aber Zeit und verliert pro Tag weniger Wert.

Im ScreenerSwing: 30–45 DTE. Kurzfrist: 14–18 DTE (nächster Freitagsverfall mit mindestens 14 Tagen). Reversal: 10–15 DTE.
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Prämie · Breakeven#

Optionspreis, Gewinnschwelle

Die Prämie ist der Preis der Option (je Aktie, mal 100 je Kontrakt). Der Breakeven ist der Kurs, ab dem der Trade am Verfallstag Gewinn macht: beim Call Strike + Prämie, beim Put Strike − Prämie.

Im ScreenerDie Prämie wird aus Kurs, Strike, Laufzeit und IV geschätzt (Black-Scholes). Echte Kurse weichen ab, prüfe deshalb vor der Order Geld- und Briefkurs bei deinem Broker; ein breiter Spread kostet dich direkt.
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Termine & News

Earnings#

Quartalszahlen, Ergebnistermin

Der Termin, an dem ein Unternehmen seine Zahlen veröffentlicht. Davor steigt die IV, danach fällt sie oft schlagartig, und der Kurs kann in beide Richtungen springen. Ein Münzwurf mit Aufpreis.

Im ScreenerEarnings in den nächsten 14 Tagen kosten zwei Punkte. Im Kurzfrist-Horizont gibt es bei Earnings innerhalb von 7 Tagen kein Signal (ABWARTEN). Der nächste Termin steht im Baustein „Termine“.
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Ex-Dividenden-Tag#

Ex-Tag

Am Ex-Tag wird die Dividende vom Kurs abgezogen, die Aktie öffnet um etwa diesen Betrag tiefer. Calls verlieren dadurch, Puts gewinnen; kurz davor kann ein Call vorzeitig ausgeübt werden.

Im ScreenerWird im Baustein „Termine“ angezeigt, damit du ihn bei der Wahl der Laufzeit im Blick hast.
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PEAD#

Post-Earnings-Announcement-Drift

Ein gut belegtes Marktphänomen: Nach einer Überraschung in den Quartalszahlen läuft der Kurs oft noch Tage bis Wochen in dieselbe Richtung weiter, statt zurückzukommen.

Im ScreenerKam ein Kursschock in den 5 Tagen nach Earnings, gilt er als fundamentale Neubewertung: Reversal-Signale werden auf Score 2 gedeckelt.
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News-Tendenz#

Nachrichtenlage, Sentiment

Ob die aktuellen Schlagzeilen zu einer Aktie überwiegend positiv (z. B. Zahlen übertroffen, Hochstufung) oder negativ (verfehlt, Abstufung, Klage) sind. Nachrichten erklären oft, warum sich ein Chart bewegt.

Im ScreenerDer Screener liest die Schlagzeilen der letzten 7 Tage (auf Englisch), aktualisiert alle 30 Minuten. Für den Score zählen die letzten 5 Tage: Überwiegen zwei oder mehr Meldungen in Signalrichtung, gibt es +1, dagegen −1. Dieselbe Meldung von mehreren Portalen zählt nur einmal; ETFs und Fonds sind ausgenommen.
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Rote Flagge 🔴#

kritische Nachricht, Headline-Risiko

Meldungen zu Ermittlungen, Betrugsvorwürfen, Bilanzproblemen, Aufsichtsbehörden, Existenzfragen oder plötzlichen Wechseln in der Führung. Solche Lagen sind ungeklärt und können jederzeit mit einer Kurslücke in beide Richtungen aufgelöst werden.

Im ScreenerEine rote Flagge in den letzten 5 Tagen deckelt Calls und Puts auf Score 2, egal wie gut der Chart aussieht. Das Signal bleibt sichtbar, die Schlagzeile steht mit Link zur Quelle daneben.
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