Kurslücke (Gap)
Eine Kurslücke entsteht, wenn eine Aktie deutlich über dem Hoch oder unter dem Tief des Vortags eröffnet, meist nach Nachrichten außerhalb der Handelszeit wie Quartalszahlen. Im Chart bleibt zwischen den beiden Tagen ein leerer Bereich.
Arten von Kurslücken
- Gewöhnliche Lücke: klein, innerhalb einer Spanne, oft nach wenigen Tagen geschlossen.
- Ausbruchslücke: aus einer Spanne heraus, nach Nachrichten und mit hohem Volumen, oft der Start einer neuen Bewegung.
- Erschöpfungslücke: spät in einer langen Bewegung, danach folgt eine Umkehr.
Ob eine Lücke „geschlossen“ wird, ist keine Regel. Lücken nach starken Überraschungen bei Quartalszahlen laufen oft in Richtung der Lücke weiter, siehe PEAD.
Risiko für Trader
Eine Lücke kann über einen Stopp springen: Schließt eine Aktie bei 50 $ mit Stopp bei 48 $ und eröffnet bei 44 $, wird der Stopp nahe 44 $ ausgeführt, nicht bei 48 $. Wer über Quartalszahlen hält, trägt dieses Risiko, deshalb verkleinern viele Trader vor den Zahlen ihre Position.
Häufige Fragen
Werden Kurslücken immer geschlossen?
Nein. Viele gewöhnliche Lücken schon, Ausbruchslücken nach Nachrichten werden aber oft nie geschlossen.
Warum sind Lücken für Stop-Loss-Orders wichtig?
Weil eine Stopp-Order erst auslöst, wenn wieder gehandelt wird. Nach einer Lücke kann die Ausführung deutlich schlechter sein als der Stoppkurs.
So sieht es im Screener aus
In der Live-Demo siehst du jeden Begriff mit Beispieldaten, direkt neben Score und Begründung.