Expected-Move- & Breakeven-Rechner
Gib Aktienkurs, implizite Volatilität und Restlaufzeit ein. Der Rechner zeigt die Spanne von einer Standardabweichung, die der Markt einpreist. Mit Call oder Put, Strike und Prämie siehst du zusätzlich den Breakeven und wie er zu dieser Spanne passt.
Modellschätzung aus der impliziten Volatilität (lognormal, ohne Zinsen und Dividenden). Echte Bewegungen können größer sein, vor allem rund um Quartalszahlen.
So wird der Expected Move berechnet
Expected Move ≈ Aktienkurs × IV × √(Handelstage ÷ 252)
Kalendertage werden mit 252 ÷ 365 in Handelstage umgerechnet. Eine Aktie bei 200 $ mit 30 % IV und 25 Handelstagen hat einen Expected Move von etwa 18,90 $, also eine Spanne von rund 181 $ bis 219 $. Im Modell endet die Aktie in etwa zwei von drei Fällen innerhalb der 1σ-Spanne und in etwa 95 % innerhalb der 2σ-Spanne. Mehr zum Expected Move und zur impliziten Volatilität.
So nutzt du den Breakeven-Check
Ein Long Call erreicht den Breakeven bei Strike plus Prämie, ein Long Put bei Strike minus Prämie. Ist die nötige Bewegung größer als der Expected Move, ist die Option für die Idee teuer: Die Aktie muss mehr leisten, als der Markt schon einpreist. Genau das ist die Falle bei billigen Optionen weit aus dem Geld, siehe Delta.
Häufige Fragen
Was ist der Expected Move einer Aktie?
Die Spanne, die der Optionsmarkt für einen Zeitraum einpreist, abgeleitet aus der impliziten Volatilität. Es ist eine Spanne von einer Standardabweichung, kein Kursziel, und sie sagt nichts über die Richtung.
Warum Handelstage und 252?
Die implizite Volatilität wird pro Jahr mit etwa 252 Handelstagen angegeben. Die Wurzel aus Tage ÷ 252 rechnet sie auf deinen Zeitraum herunter.
Berücksichtigt der Rechner Quartalszahlen?
Nur über die IV, die du eingibst. Vor Quartalszahlen ist die IV meist höher, der Expected Move also größer; nach den Zahlen fällt sie oft stark.
Ist die Wahrscheinlichkeit eine Prognose?
Nein. Es ist eine Modellschätzung aus der impliziten Volatilität unter vereinfachten Annahmen. Echte Kursbewegungen sind oft größer, als das Modell annimmt.