ADX (14)
Misst, wie stark ein Trend ist, nicht in welche Richtung. Unter 20 gilt ein Markt als richtungslos, ab 25 als klar trendend.
Was der ADX misst und was nicht
Der ADX entsteht aus zwei Linien: +DI misst, wie stark die Hochs nach oben drücken, −DI, wie stark die Tiefs nach unten drücken. Der ADX glättet den Abstand zwischen beiden über 14 Tage. Das Ergebnis beantwortet eine Frage: Wie gerichtet ist der Markt? Ob die Richtung nach oben oder unten zeigt, sagt er nicht; dafür +DI gegen −DI oder die EMAs ansehen.
Diese Niveaus solltest du kennen
| ADX | Bedeutung | Für Optionskäufer |
|---|---|---|
| unter 20 | kein echter Trend | Signale wie MACD-Kreuzungen sind meist Rauschen |
| 20 bis 25 | Trend entsteht | nutzbar, aber noch nicht verlässlich |
| 25 bis 40 | klarer Trend | Setups in Trendrichtung funktionieren am besten |
| über 40 | sehr starker Trend | dagegen zu handeln ist riskant, er kann weiterlaufen |
Beispiel: Zwei fiktive Aktien zeigen beide eine bullische MACD-Kreuzung. Die eine hat ADX 14, die andere ADX 32. Bei der ersten ist die Kreuzung wahrscheinlich Rauschen in einer Seitwärtsphase, bei der zweiten bestätigt sie einen bestehenden Trend.
Typische Fehler
- Einen hohen ADX als bullisch lesen. Eine fallende Aktie im starken Abwärtstrend hat ebenfalls einen hohen ADX.
- Den ADX vor einem Trade gegen den Trend ignorieren. Ein RSI-Extrem in einem Markt mit ADX über 35 läuft oft weiter.
Häufige Fragen
Welcher ADX-Wert ist gut für Trendtrades?
Über 25 gilt allgemein als klarer Trend. Der Screener verlangt für Swing-Setups mindestens 20 und wertet 25 oder mehr als Plus.
Warum zeigt der Screener trotz bullischem Signal ABWARTEN?
Meist weil der ADX zu schwach ist. Unter 20 (kurzfristig: 14) gibt es kein Richtungs-Setup, auch wenn EMAs und MACD übereinstimmen.
So sieht es im Screener aus
In der Live-Demo siehst du jeden Begriff mit Beispieldaten, direkt neben Score und Begründung.